Linux-Router/-Server im Eigenbau

ein Projekt der Infinity-Community


Partitionierung der Festplatte(n) während der Installation

Als Beispiel für die Durchführung der Partitionierung während der Installation soll hier ein System mit einer leeren 10-GB-Festplatte dienen auf der je eine Swap-, Root- und Datenpartition (für unseren Fileserver) angelegt werden sollen.

Nachdem wir uns in der Einstellungsübersicht entschlossen haben, die Festplattenpartitionierung zu bearbeitenden, erscheint der folgende Dialog:

In unserem Beispiel gehen wir davon aus, daß die vorgeschlagene Größe der Swap-Partition unseren Vorstellungen entspricht (sie sollte sich normalerweise in der Größenordnung des installierten Speichers bewegen).
Somit müssen wir lediglich die Root-Partition verkleinern und eine zusätzliche Datenpartition erstellen.
Dazu wählen wir die Option "Ändern" aus und klicken auf "Weiter".
(Falls jemand die Vorschlagswerte verwerfen und die Partitionierung nach eigenen Vorstellungen komplett überarbeiten möchte, kann er an dieser Stelle auch die Option "Verwerfen" auswählen.)

Wir gelangen nun in den Partitionierungs-"Expertenmodus":

Hier sehen wir nun eine Übersicht der eingebauten Festplatte(n) und existierender/anzulegender Partitionen.

Gerätenamen und Mountpoints:

Unter Linux werden Festplatten und Partitionen als "Geräte" (engl. "devices") geführt. Die Bennenung der Festplatten und Partitionen erfolgt dabei nach folgendem Schema:

In unserem Beispiel steht "/dev/hda" also für die Master-Festplatte am ersten IDE-Kanal und "/dev/hda1" sowie "/dev/hda2" stehen für die erste und zweite primäre Partition auf dieser Platte.

Die einzelnen Paritionen (bzw. deren Dateisysteme) werden unter Linux an sogenannten Mount-Points ins Dateisystem "eingehängt".
Die sogenannte Root-Parition die das Betriebssystem (oder zumindest große Teile davon) beherbergt, wird unter dem Mount-Point "/" (Wurzel, engl. "root") eingehängt.
Alle zusätzlichen (Daten-)Partitionen werden dann in Unterverzeichnisse der Root-Partition eingehängt.
Die Swap-Partition stellt hier eine Ausnahme dar. - Für sie muss kein Mount-Point angegeben werden.

Größe der Root-Partition anpassen:

Um die Größe der Root-Partition anzupassen, markieren wir diese (im Beispiel "/dev/hda2") und klicken auf "Bearbeiten". - Der folgende Dialog erscheint:

Im Feld "Größe/Ende" geben wir die gewünschte Größe in MB ein (Format: "+xxxxM") und klicken auf "OK".

Für ein System mit minimaler grafischer Oberfläche und den gängigen Serverfunktionen sollten 2 GB (2048 MB) ausreichend sein.
Falls man jedoch Serverdienste mit großem Datenaufkommen betreiben möchte (große Datenbank, IMAP-Mail-Server, ...), sollte man die Größe der Root-Partition entsprechend größer wählen oder (besser) zusätzlich eine eigene Partition für solche Systemdaten anlegen und diese unter "/var" einhängen.

Nachdem wir nun die Root-Partition verkleinert haben, befinden wir uns wieder in der Übersicht des Expertenmodus:

Datenpartition anlegen:

Um nun die gewünschte Datenpartition anzulegen, klicken wir auf "Anlegen". - Die folgende Auswahl erscheint:

Wir wählen "Primäre Partition", klicken auf "OK" und gelangen zu dem folgenden Dialog:

YaST schlägt hier automatisch solche Werte vor, daß die anzulegende Parition den restlichen Platz der Festplatte ausfüllt.
Unter "Mountpunkt" geben wir gemäß unserem Beispielszenario (Datenpartition für Fileserver) z.B. "/daten" oder "/shared" ein.
Wir übernehmen unsere Einstellungen mit "OK" und gelangen zurück zur Übersicht:

Sind wir mit den getätigten Einstellungen zufrieden, klicken wir auf "Weiter". - Dadurch werden unsere Einstellungen übernommen und wir gelangen zurück zu den Installations-Einstellungen.